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Allgemein, Wasser-Rettungsdienst, Tauchen

"PETRUS21" - Übung des Katastrophenschutzes im Neckar-Odenwald Kreis

Veröffentlicht: Mittwoch, 10.11.2021
Autor: Webmaster
Führungsstab im Landratsamt des Neckar-Odenwald-Kreises bei der Arbeit. Foto: Jakob Schlegel
Vorstellung des Bereiches der Strömungsretter bei der Vollübung der Einsatzkräfte. Foto: RNZ
Vorstellung des Tauchens bei der Vollübung. Foto: RNZ

Ende Oktober galt es nach einigen Jahren wieder den Katastrophenschutz des Neckar-Odenwald-Kreises unter die Lupe zu nehmen. Sowohl Verwaltung, Führungskräfte und auch Einsatzkräfte übten den Ernstfall in verschiedenen Bereichen.

Mosbach/ Neckar-Odenwald-Kreis. Zwei Tage war der Mosbacher stellv. Vorsitzende Jakob Schlegel, der im DLRG Bezirk Frankenland als 'Technischer Referent - Leiter Katastrophenschutz' aktiv ist, als Vertreter und Verantwortlicher der DLRG bei der Katatstophenschutzübung "PETRUS21" des Neckar-Odenwald-Kreises beteiligt.

Die Vertreter des Landkreises Landrat Dr. Achim Brötel wie auch Kreisbrandmeister Jörg Kirschenlohr erläuterten, dass die Grundlage der Planung die Hochwasser- bzw. Starkregenereignisse des Jahres 2016 gewesen seien. Natürlich habe man aber auch die Flutkatastrophe im Ahrtal mit einfließen lassen und die Übungsszenarien dadurch noch verschärft.

So wurde am Freitag, 22.10.2021 der Verwaltungs- und Führungsstab des Kreises bereits um 07.00 Uhr mit einer fiktiven Lage überrascht:

Schon am Mittwoch zog laut Drehbuch von Westen her ein Unwetter auf und breitete sich über dem Landkreis aus. Am Freitagmorgen war die Lage bereits ernst. Waren am Vortag noch Mudau und Walldürn betroffen, tobt sich das Unwetter jetzt über Mosbach, Neckarzimmern und Billigheim aus. Es gibt Tote, Vermisste und Verletzte, Flutwellen rollen über Neckar und Elz heran. Es gibt Erdrutsche, der ÖPNV ist ausgefallen, in der Lohrtalschule sitzen mehrere Schüler fest, den Werkstätten der Johannes-Diakonie droht die Flutung. Die Infrastruktur ist zusammengebrochen. Am Freitagmorgen gegen 09.00 Uhr wurde dann der fiktive Katastrophenfall ausgerufen. Im Landratsamt geht es ebenfalls heiß her. Der Verwaltungsstab ist in Verbindung zu den Kommunen und klärt die politische und kommunale Lage, der Führungsstab steht in direktem Kontakt zu den Einsatzkräfte vor Ort und koordiniert die verschiedenen Einsatzstellen im Kreis und priorisiert. Hier arbeiten zahlreiche Feuerwehrkräfte in Zusammenarbeit mit den Fachdiensten des DRK, der DLRG, des THW und der psychologischen Notfallversorgung.

Die DLRG unterstützt im Führungsstab mit einem Fachberater, welcher jederzeit zur Verfügung steht. Egal ob Menschen, Tiere oder Sachwerte in Gefahr sind, die Expertise des Fachdienstes gehört dazu. Denn richtige Entscheidungen können nur getroffen werden, wenn die Lage genau betrachtet und sondiert wird und auch Eventualitäten mit einbezogen werden. Jakob Schlegel, der zum ersten Mal als Fachberater im Führungsstab agiert, reflektiert die Übung als sehr sinnvoll für einen gute Zusammenarbeit im Ernstfall. "Wir müssen uns kennenlernen und wissen was andere Organisationen leisten können und wo wir andere Fachdienste benötigen!"

Inzwischen hat sich die Lage weiter zugespitzt: Aufgrund der Niederschläge gibt es Probleme bei der Sondermülldeponie in Billigheim. Oberhalb des Lorettoparks in Mosbach gab es einen Hangrutsch, Autos sind verschüttet, und im Altersheim ist der Strom ausgefallen, weshalb die Beatmungspatienten evakuiert werden müssen. "Da haben wir jetzt das THW hingeschickt", berichtet Bruno Noe, der den Führungsstab leitet und vor einer digitalen Hochwasserkarte steht. Ausgerückt sind an dem Tag keine Einsatzkräfte, denn die Katastrophenübung beschränkte sich auf den Verwaltungsapparat.

 

Am Samstag 23.10.2021 folgten dann die Einsatzkräfte dem Ruf "PETRUS21".
An diesem Tag fand eine Vollübung aller im Katastrophenschutz beteiligten Einsatzkräfte statt. Etwa 300 Männer und Frauen der verschiedenen Blaulichtorganisationen (Feuerwehr, DRK, THW, Rettungshundestaffeln, DLRG) waren an diesem Tag auf dem Gelände des TCRH in Neckarelz unterwegs um die verschiedenen Einsatzbereiche und -möglichkeiten der Organisationen kennenzulernen. Neben Rettungsmöglichkeiten der Feuerwehr, verschiedenen notfallmedizinischen Versorgungsstrategien des DRK, diversen Bauten des THW und Vorführungen der Rettungshundetätigkeit, stellte die DLRG den im Bezirk Frankenland beheimateten WRZ 1 des Landes Baden-Württemberg vor.

Die einzelnen Komponenten Führung, Boot, Strömungsrettung und Tauchen konnten an diesem Tag begutachtet werden. In Aktion sah man sogar Taucher, die das dortige Tauchbecken in Beschlag nahmen. Jakob Schlegel war an diesem Tag der Stationsverantwortliche der DLRG-Station. Er und weitere Kameraden betreuten die einzelnen Bereiche und standen für Fragen zur Verfügung. Im Tauchbunker waren über den Übungstag verteilt Taucher der DLRG Freudenberg, Mosbach, Höpfingen und Walldürn, die den Teilnehmenden die unterschiedlichsten Einsatzmöglichkeiten eines Tauchers praktisch zeigen konnten.

Im Nachgang der Übung sind die Verantwortlichen aller Organisationen und auch die der DLRG über den Verlauf und die Optionen erfreut und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen - außerhalb eines Ernstfalls - mit der großen Blaulichtfamilie.

 

 

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