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Allgemein, Wasser-Rettungsdienst, Tauchen

Auch bei frostigen Temperaturen einsatzbereit

Veröffentlicht: 20.01.2026
Autor: Dr. Lothar Hassling

DLRG übte unter Eis

Durch die Tiefen Temperaturen haben sich auf den Gewässern

Eis gebildet und lockt nicht nur Schlittschuhbegeisterte an.

Notfälle nehmen allerdings keine Rücksicht auf Jahreszeiten und Temperaturen.

In den letzten Tagen haben sich bundesweit schon mehrere Eisunfälle ereignet.

Auch in unsrer Region sind Gewässer komplett zugefroren.

Um auch hier helfen zu können, führten die Einsatztaucher der DLRG - Ortsgruppe Mosbach eine Übung unter Eis durch.

Ein Tauchgang unter Eis stellt besondere Bedingungen an das eingesetzte Personal und Material.

Die DLRG rät zu Vorsicht, da eine geschlossene Eisdecke eine trügerische Sicherheit vorspiegeln kann.

Eine Tragfähigkeit ist erst ab einer gewissen Stärke gegeben.

Die Empfehlungen geben folgende Mindeststärken vor: einzelne Person 10 cm,

Gruppen 15 cm, bei fließenden Gewässern 20 cm.

Die Belastbarkeit wird durch Strömungen, Windwirkung, Wechsel von

Auftauen und Überfrieren (zehnmal geringere Tragkraft) gemindert.

Ein- und Abflüsse bei stehenden Gewässern müssen weiträumig gemieden werden.

Dunkle Stellen verraten eine zu dünne Eisdecke. Knistern und Knacken sind Alarmsignale, hier ist eine Gewichtsverteilung durch Hinlegen notwendig, die Eisfläche sollte kriechend verlassen werden. Hilferufe sind in dieser Situation nicht verfrüht.

Ist man eingebrochen, ist es überlebenswichtig Arme und Beine aus,

um nicht unterzuschwimmen und unter das Eis zu geraten.

Falls es nicht gelingt, sich aus dem Loch zu befreien, soll versucht werden, sich in Richtung Ufer zu schieben, indem dünnes Eis eventuell mit den Ellenbogen oder Fäusten zerschlagen werden kann und so ans Ufer zu gelangen.

Der Körper kühlt innerhalb von Minuten aus und schließlich verliert

man das Bewusstsein und ertrinkt.

Für Zeugen eines solchen Unfalls gilt: Sofort Notruf absetzen, weitere

anwesende Personen auf die Situation aufmerksam machen. Versuchen Sie

die eingebrochene Person mit geeigneten Hilfsmittel (wie Rettungsringen, Ästen, Seilen) abzusichern.

Denken sie an Ihre Eigensicherung, nähern sie sich einer verunglückten

Person nur liegend und möglichst angeleint.

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